Optimierung WLAN Empfang & Reichweite

In nahezu jedem Haushalt gibt es heute WLAN fähige Geräte – vom TV über Smartphones, Tablets, Laptops bis hin zu einem WLAN Router, der als Basisstation für alle WLAN Geräte eines Haushaltes fungiert.

Die Reichweite eines WLAN Netzes kann bei entsprechenden Richtantennen, Sichtverbindung und passenden „externen Faktoren“ mehrere Kilometer betragen, bei schlechten Rahmenbedingungen ist aber häufig schon nach wenigen Metern Schluss oder die erreichbare Geschwindigkeit beträgt nur einen Bruchteil der theoretisch möglichen Werte.

Schlechte Rahmenbedingungen können z.B. durch Abschirmungen entstehen, also alles, was die elektromagnetischen Wellen des Funknetzes einschränkt. Dies können Wände sein oder z.B. die Couch, unter die der WLAN Router geschoben wurde.

Da die maximale Sendeleistung der WLAN Router gesetzlich begrenzt ist, kann man also nicht mit mehr Leistung arbeiten. Man kann bei diesem Problem aber häufig durch eine andere Positionierung des Routers eine deutliche Verbesserung der Reichweite oder der Übertragungsgeschwindigkeit erzielen. Probieren Sie einfach einmal den Router auf einen Schrank zu stellen oder stellen Sie diesen z.B. in den Flur oder einen anderen zentralen Ort wie das Treppenhaus einer mehrgeschossigen Wohnung bzw. eines Einfamilienhauses.

Falls die Anschlusskabel nicht lang genug sind, kann man diese gegen hochwertige längere Kabel austauschen, wie z.B. bei der Nutzung eines Kabel-Modems (von der Anschlussdose zum Kabelmodem – z.B. bei Unitymedia und Kabel Deutschland) oder bei einem DSL Modem (Verlängerung vom Splitter zum Modem, z.B. bei Telekom, 1&1, Vodafone & co).

Sehr häufig ist aber eine andere Störungsquelle für schlechte WLAN Reichweiten und Übertragungsraten verantwortlich: Störungen durch andere WLAN Netze

Der größte Teil der WLAN Geräte sendet und empfängt im Frequenzbereich von 2,4 GHz auf einem von 13 möglichen Kanälen. Erhebliche Einbrüche der Performance treten auf, wenn mehrere Funknetze auf dem selben Kanal senden, auch, wenn diese weit voneinander entfernt liegen. Auch benachbarte Kanäle beeinflussen sich und sorgen so für Probleme der Performance.

Alle WLAN Router haben inzw. eine automatische Kanalauswahl integriert – nur ist der automatisch gewählte Kanal nicht immer der beste! Häufig ist es sinnvoll diesen Kanal manuell auszuwählen.

Am besten spricht man sich in der Nachbarschaft ab und nutzt die Kanäle 1, 3, 5 7, 9, 11 und 13. Sollten mehr als diese 7 WLAN Netze in der Nachbarschaft empfangbar sein, sind besser auch auch die geraden Nummern zu besetzen als einen ungeraden Kanal doppelt zu belegen.

Häufig werden in der Nachbarschaft identische Router (z.B. die Fritzbox etc.) eingesetzt, so dass mehrere Geräte in der Nachbarschaft den selben WLAN Namen nutzen. Dieser sollte auch auf einen individuellen Namen (der nicht auf den Betreiber des WLAN Netzes schliessen lassen sollte!) gesetzt werden. Wenn man gerade dabei ist, sollte auch gleich individuelles WLAN Passwort (am besten mindestens 20 Zeichen aus Zahlen und Buchstaben!) gesetzt werden.

Mit dem Kommandozeilen Befehl netsh wlan show networks lassen sich die aktuell empfangbaren WLAN Netze und deren Kanalnummer anzeigen – am besten diesen Test am Standort des Routers und den häufig genutzten Standorten der WLAN Empfänger durchführen.

Als Alternative zu dem häufig stark belegten Frequenzbereich um 2,4 GHz können viele Geräte auch auf dem bei weiten nicht so belegten 5GHz Bereich ausweichen. Im Vorfeld muss geklärt werden, ob der Router und die WLAN Geräte diesen Frequenzbereich „verstehen“!

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